Asbestbohrverfahren

ausgezeichnet mit dem 10. Dt. Gefahrstoffschutzpreis (2014)

& mit dem Arbeitsschutzpreis "Johannes Bube" (2013)

 

In Zusammenarbeit mit der Knorr LÄRMSCHUTZ GmbH und der IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH entwickelte die Herwig Bohrtechnik Schmalkalden GmbH ein emissionsarmes Trockenbohrverfahren für Außenwandkonstruktionen mit vorgehängten Asbestzementplatten.

Bislang konnten notwendige Arbeiten wie der Einbau von Lüftungselementen nur nach Demontage der Asbestverkleidung durchgeführt werden, da kein zugelassenes Bohrverfahren für Asbestzement existierte. Die Gebäude mussten aufwändig und kostenintensiv eingerüstet werden.

Das neue Verfahren verbindet innovative Gerätetechnik mit einer detaillierten Verfahrensanweisung und eignet sich grundsätzlich für alle Baustoffe, die beim Bohren eine hohe Staubentwicklung aufweisen. Damit wird ein entscheidender Beitrag zum Gesundheitsschutz im Bauhandwerk geleistet. Zudem kann kostenintensive Technik wie Arbeitsgerüste, Hub- oder Hängebühnen eingespart werden.

Das Verfahren ist berufsgenossenschaftlich anerkannt und unter der Nummer BT 28 in die DGUV Information 201-012 (bisher BGI 664) aufgenommen.

 

Entwicklung von Herwig:

  • Spezialbohrhülse mit Absaugung
  • in Bohrhülse intergrierte Diamantbohrkrone

 

Verfahren:

Im zweiten Schritt wird unter Anwendung des neuentwickelten Bohrverfahrens die Fassadenplatte durchbohrt.

  1. Vorbohren der tragenden Wandkonstruktion von Innen auf die Abmessung der Spezialbohrhülse, ohne dass dabei die Asbestzementfaserplatte an der Außenseite des Gebäudes beschädigt wird
  2. Einsetzen der Spezialbohrhülse Innen und Anlagen der Absaugglocke von Außen auf die zu bohrende Stelle. Nach Anschluss der Absaugtechnik an die Spezialbohrhüle kann mit dem Bohren der Asbestzementplatte begonnen werden.

 

 

Vorteile:

  • Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes beim Lüftereinbau
  • Garantie der lt. TRGS 519 geforderten maximalen Faserkonzentration bei jeder Verfahrensdurchführung
  • Anwendung von der Wohnung aus und unter bewohnten Bedingungen
  • Verzicht auf Einrichtung eines Schutzbereichs (Schwarzbereich)
  • verminderte Sicherheitsanforderungen des Anwenders für die persönliche Schutzausrüstung (Maske, Anzug)
  • verminderter Nachreinigungsaufwand
  • Verzicht auf Freimessung nach Abschluss der Arbeiten
  • Zeiteinsparung beim Lüftereinbau
  • Kostenreduzierung durch Einsparung Gerüsttechnik
  • Reduzierung der Lärmemissionen beim Bohrverfahren
  • Eignung des Bohrverfahren für alle Außenwandtypen
  • Einfache Kombination für alle handelsüblichen Bohrmaschinen
  • Robuste, baustellengerechte Ausführung der Gerätetechnik
  • Kombination der Geräte mit handelsüblichen Asbestentstaubern
  • geringer Reinigungsaufwand der Geräte

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter www.asbestbohren.de

12. Dt. Gefahrstoffschutzpreis 2014

In Zusammenarbeit mit der Knorr LÄRMSCHUTZ GmbH und der IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH entwickelte die Herwig Bohrtechnik Schmalkalden GmbH ein emissionsarmes Trockenbohrverfahren für Außenwandkonstruktionen mit vorgehängten Asbestzementplatten.

Bislang konnten notwendige Arbeiten wie der Einbau von Lüftungselementen nur nach Demontage der Asbestverkleidung durchgeführt werden, da kein zugelassenes Bohrverfahren für Asbestzement existierte. Die Gebäude mussten aufwändig und kostenintensiv eingerüstet werden.

Das neue Verfahren verbindet innovative Gerätetechnik mit einer detaillierten Verfahrensanweisung und eignet sich grundsätzlich für alle Baustoffe, die beim Bohren eine hohe Staubentwicklung aufweisen. Damit wird ein entscheidender Beitrag zum Gesundheitsschutz im Bauhandwerk geleistet. Zudem kann kostenintensive Technik wie Arbeitsgerüste, Hub- oder Hängebühnen eingespart werden.

Das Verfahren ist berufsgenossenschaftlich anerkannt und unter der Nummer BT 28 in die DGUV Information 201-012 (bisher BGI 664) aufgenommen.

v.l.n.r.: Dr. Barbara Leydolph (IAB), Dipl.-Ing. Peter Herwig, Franziska Herwig-Spahl, Dipl.-Ing. Steffen Liebezeit (IAB)

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

 

Dieses Projekt war eine Kooperationsprojekt mit der Firma B.T. Innovation GmbH und wurde gefördert durch: